Was bedeutet IPSAS für die Gemeinden

Die Jahresrechnung nach IPSAS ist wie die Rechnung eines privatwirtschaftlichen Unternehmens aufgebaut. Sie enthält neben der Bilanz, der Erfolgsrechnung und der Geldflussrechnung auch einen Nachweis der Eigenkapital Veränderungen sowie einen klar strukturierten und informativen Anhang. Damit erst wird die Rechnung auch für den nicht so geübten Bilanzleser besser interpretierbar. Sie erlaubt jedermann, dem die Grundbegriffe aus der doppelten Buchhaltung bekannt sind einen schnellen Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse der öffentlichen Institution. Dies ist besonders für Mitglieder von Milizbehörden wichtig.

Heute erfolgt die Rechnungslegung einer Gemeinde nach dem Harmonisierten Rechnungsmodell HRM. IPSAS wird vor allem im Hinblick auf das Rating von öffentlichen Körperschaften interessant. Weil IPSAS die Finanzlage anschaulicher macht und die Möglichkeit der effektiveren finanziellen Führung bietet, erhalten die Kapitalgeber eine zuverlässigere Beurteilung der öffentlichen Körperschaften.

Wie gross der Aufwand der Umstellung auf IPSAS effektiv ist, hängt von der Komplexität der umzustellenden öffentlichen Körperschaft ab. Insbesondere von der Grosse des Konsolidierungskreises.

Im Harmonisierten Rechnungsmodell HRM werden öffentliche Unternehmen und Zweckverbände häufig aufgrund der Bevölkerungskreise konsolidiert. Diese so genannten Verteilungsschlüssel entsprechen häufig nicht dem eigentlichen finanziellen Anteil der Gemeinde an der entsprechenden Körperschaft.